Eigentlich begann alles damit, dass ich im Ashoko International feststellen musste, dass der Stromadapter nicht nicht auf die indischen Stromdosen passt. Woher die Verkäuferin ihre Sicherheit im Satz "Das passt in jedem Fall" nahm, erschließt sich mir nicht nicht. Vielleicht einfach ein schlecht informiert, oder einen schlechten Tag gehabt oder Kali hatte wieder eine ihrer hundert Finger im Spiel gehabt. In jedem Fall brauchte ich einen neuen Adapter.
Zunächst dachte ich, dass die Asif Abu Road nur eine Schnellstraße ist, mit ein paar Buchläden, einer Tankstelle für durstige Tuktuks und einem Kino für harmoniebedürftige Inder. Und drum herum nicht viel. Weit gefehlt. Ich fragte meinen ausgesprochen netten Hotelmanager, ob er wisse wo ich einen Adapter erwerben kann und mit der typischen indischen Leichtigkeit, erklärte er mir den Weg. Nur links und da ist der Elektroladen- unterstrichen mit dem typischen Kopfschüttelnicken, dass für alles zu stehe scheint was einfach ist und ja bedeutet. Meine leise Hoffnung, dass es wirklich so leicht sein würde, war natürlich nutzlos und nur eine Illusion, die sich rasch auflösen würde. Aber davon sprach ja bereits Buddha - alles nur eine Illusion.
Keine Ahnung ob er die Maharaja Ranjeet Singh Marg kannte, aber als ich in diese Strasse einbog, wurden diese zwei Illusionen in einer Hupkasakade, einem Tsunami an möglichen und unmöglichen Gerüchen und einem Meer an Menschen mitgerissen und aufgelöst. An der Asif Abu Rd ist nichts mehr und das wird einfach.
Auf meiner Seite der Strasse bewegte sich ein Moloch, der den Namen Blechlawine auch verdient. Auf dem Bürgersteig, der diesen Namen nicht verdient, bewegt man sich tänzelnd von links nach rechts vor und weicht Menschen, Essen, Löchern und Motorrädern aus, die den Gehweg als Abkürzung benutzen. Darüber beschwert sich übrigens keiner, sondern ignoriert es. Und zwischen drin Geschäfte mit Musikinstrumenten, Gefrierschränken, die untervermeindlichen Handyläden und Strassenküchen. Manche mit ein paar Sitzgelegenheiten eine halbe Treppe nach oben in einem kleinen überfüllten Raum. Ich denke, wenn der Inder da isst... aber ich versuche die erst wenn ich länger hier bin.
Ich schwamm also bis zum Ende der Road mit. Nicht ohne den einen und anderen Geschäftsmann mit meinem Besuch in staunen zu versetzen. Was will der weiße Mann auch mit einem Gefrierschrank. Natürlich hatte auf dieser Strasse niemand einen Adapter. Aber die meisten kannten das Geschäft wo es die gab, welches ich aber nicht fand. Nur die Strasse rauf und da ist es - "Kopfschüttelnicken". Die Strasse rauf fand sich immerhin eine deutsche Homöopathin, mit Adaptern gegen viele Gebrechen, aber für Strom? Nein. Also faste ich den verwegenen Plan, einfach mal drauf los zu schwimmen. Irgendwas aus "Findet Nemo" musste ich doch mitgenommen haben. Und so wechselte ich die Strassenseite. Der Blechmoloch schnappte ein paar mal nach mir, aber ich wich den Rädern, Kotflügeln und Lenkern gekonnt aus. Und diesmal schaute ich sogar instinktiv in die richtige Richtung. Geht doch. Von Indern den Straßenverkehr lernen, heißt überleben lernen. Auf der anderen Seite war es ruhiger. Mit ruhiger meine ich weniger Straßenverkehr und keine Motorräder, die auf dem Gehweg fahren. Aber eben auch keinen Adapter und so ging ich in einer der Seitenstrassen. Schön bunt und überschaubar. Was will der geneigte Backpacker mehr.
Um nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren hielt ich den Adapter wie einen Rettungsring in der Hand. Zu verlockend waren die Stände mit den frittierten Ringen, mit Früchten und Gemüse. Eine eine große Holzmaske mit irgendeiner Hindugottheit an einem Baumstamm. Aber wo wir bei Hindugottheit sind. Irgendeine hatte erbarmen mit dem kleinen Westeuropäer, der da verloren nach einem Adapter suchte, weil der, der ihm bei Saturn in Köln verkauft wurde, nicht passte. Und so hielt ich, auf einer etwas ruhigeren Strasse stehend vor eine HP Laden an. Davor standen ca 20 reparaturbedürftige, große Drucker herum und noch mehr wurden abgeladen. Ich hielt meinen Adapter nach oben und ein Inder winkte mich heran. Nach dem ich ihm über die Drucker hinweg das Plastikteil gegeben hatte, schaute er es sich interessiert an und dann - Kopfschüttelnicken. Ich solle ihm folgen. Das war neu. Er wollte mir nicht den Weg zum Geschäft, dass ich nicht fand, zeigen sondern mich dorthin begleiten? Natürlich nicht. Er zeigte in eine dreckige, überdachte Gasse, die ich niemals betreten hätte. Aber warum nicht mal für einen Stromadapter was riskieren. Also rein da und den Adapter fest in der Hand. Nach ein paar Metern, saß dann ein Mann da, der wohl schon auf mich gewartet hatte. Und nein, er zückte kein Messer. Er riss sich nicht die Maske vom Gesicht und Fritz diabolische Grinsen beleckte mich an. Nein, Kopfschüttelnicken, er ging in das, was wir wohl als nach hinten bezeichnen würden und zauberte einen passenden Adapter hervor. Okay, das Ding war echt teuer, aber nach dem Weg war mir das die 0,79 Cent wert. Alles hat seinen Preis.
Schön war, dass ich einen anderen Weg zurück nahm und dabei Häuser gesehen habe, die mal unglaublich schön gewesen sein müssen, aber heute leider verfallen. Alles ist nur eine Illusion.
Als ich dann wieder in der Asif Abu Rd ankam blickte ich in das erleichterte Gesicht eines weißen, jungen Mannes und das seiner Freundin, die wissen wollte wo das Delhi Gate ist. Ich schaute im Handy nach. Der Weg war einfach. Nur gerade aus und dann kommt es direkt an der nächsten Ecke.
Später stellte ich dann fest, dass es das Tor an einer anderen Ecke der Asif Abu ist. Kopfschüttelnick
Zunächst dachte ich, dass die Asif Abu Road nur eine Schnellstraße ist, mit ein paar Buchläden, einer Tankstelle für durstige Tuktuks und einem Kino für harmoniebedürftige Inder. Und drum herum nicht viel. Weit gefehlt. Ich fragte meinen ausgesprochen netten Hotelmanager, ob er wisse wo ich einen Adapter erwerben kann und mit der typischen indischen Leichtigkeit, erklärte er mir den Weg. Nur links und da ist der Elektroladen- unterstrichen mit dem typischen Kopfschüttelnicken, dass für alles zu stehe scheint was einfach ist und ja bedeutet. Meine leise Hoffnung, dass es wirklich so leicht sein würde, war natürlich nutzlos und nur eine Illusion, die sich rasch auflösen würde. Aber davon sprach ja bereits Buddha - alles nur eine Illusion.
Keine Ahnung ob er die Maharaja Ranjeet Singh Marg kannte, aber als ich in diese Strasse einbog, wurden diese zwei Illusionen in einer Hupkasakade, einem Tsunami an möglichen und unmöglichen Gerüchen und einem Meer an Menschen mitgerissen und aufgelöst. An der Asif Abu Rd ist nichts mehr und das wird einfach.
Auf meiner Seite der Strasse bewegte sich ein Moloch, der den Namen Blechlawine auch verdient. Auf dem Bürgersteig, der diesen Namen nicht verdient, bewegt man sich tänzelnd von links nach rechts vor und weicht Menschen, Essen, Löchern und Motorrädern aus, die den Gehweg als Abkürzung benutzen. Darüber beschwert sich übrigens keiner, sondern ignoriert es. Und zwischen drin Geschäfte mit Musikinstrumenten, Gefrierschränken, die untervermeindlichen Handyläden und Strassenküchen. Manche mit ein paar Sitzgelegenheiten eine halbe Treppe nach oben in einem kleinen überfüllten Raum. Ich denke, wenn der Inder da isst... aber ich versuche die erst wenn ich länger hier bin.
Ich schwamm also bis zum Ende der Road mit. Nicht ohne den einen und anderen Geschäftsmann mit meinem Besuch in staunen zu versetzen. Was will der weiße Mann auch mit einem Gefrierschrank. Natürlich hatte auf dieser Strasse niemand einen Adapter. Aber die meisten kannten das Geschäft wo es die gab, welches ich aber nicht fand. Nur die Strasse rauf und da ist es - "Kopfschüttelnicken". Die Strasse rauf fand sich immerhin eine deutsche Homöopathin, mit Adaptern gegen viele Gebrechen, aber für Strom? Nein. Also faste ich den verwegenen Plan, einfach mal drauf los zu schwimmen. Irgendwas aus "Findet Nemo" musste ich doch mitgenommen haben. Und so wechselte ich die Strassenseite. Der Blechmoloch schnappte ein paar mal nach mir, aber ich wich den Rädern, Kotflügeln und Lenkern gekonnt aus. Und diesmal schaute ich sogar instinktiv in die richtige Richtung. Geht doch. Von Indern den Straßenverkehr lernen, heißt überleben lernen. Auf der anderen Seite war es ruhiger. Mit ruhiger meine ich weniger Straßenverkehr und keine Motorräder, die auf dem Gehweg fahren. Aber eben auch keinen Adapter und so ging ich in einer der Seitenstrassen. Schön bunt und überschaubar. Was will der geneigte Backpacker mehr.
Um nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren hielt ich den Adapter wie einen Rettungsring in der Hand. Zu verlockend waren die Stände mit den frittierten Ringen, mit Früchten und Gemüse. Eine eine große Holzmaske mit irgendeiner Hindugottheit an einem Baumstamm. Aber wo wir bei Hindugottheit sind. Irgendeine hatte erbarmen mit dem kleinen Westeuropäer, der da verloren nach einem Adapter suchte, weil der, der ihm bei Saturn in Köln verkauft wurde, nicht passte. Und so hielt ich, auf einer etwas ruhigeren Strasse stehend vor eine HP Laden an. Davor standen ca 20 reparaturbedürftige, große Drucker herum und noch mehr wurden abgeladen. Ich hielt meinen Adapter nach oben und ein Inder winkte mich heran. Nach dem ich ihm über die Drucker hinweg das Plastikteil gegeben hatte, schaute er es sich interessiert an und dann - Kopfschüttelnicken. Ich solle ihm folgen. Das war neu. Er wollte mir nicht den Weg zum Geschäft, dass ich nicht fand, zeigen sondern mich dorthin begleiten? Natürlich nicht. Er zeigte in eine dreckige, überdachte Gasse, die ich niemals betreten hätte. Aber warum nicht mal für einen Stromadapter was riskieren. Also rein da und den Adapter fest in der Hand. Nach ein paar Metern, saß dann ein Mann da, der wohl schon auf mich gewartet hatte. Und nein, er zückte kein Messer. Er riss sich nicht die Maske vom Gesicht und Fritz diabolische Grinsen beleckte mich an. Nein, Kopfschüttelnicken, er ging in das, was wir wohl als nach hinten bezeichnen würden und zauberte einen passenden Adapter hervor. Okay, das Ding war echt teuer, aber nach dem Weg war mir das die 0,79 Cent wert. Alles hat seinen Preis.
Schön war, dass ich einen anderen Weg zurück nahm und dabei Häuser gesehen habe, die mal unglaublich schön gewesen sein müssen, aber heute leider verfallen. Alles ist nur eine Illusion.
Als ich dann wieder in der Asif Abu Rd ankam blickte ich in das erleichterte Gesicht eines weißen, jungen Mannes und das seiner Freundin, die wissen wollte wo das Delhi Gate ist. Ich schaute im Handy nach. Der Weg war einfach. Nur gerade aus und dann kommt es direkt an der nächsten Ecke.
Später stellte ich dann fest, dass es das Tor an einer anderen Ecke der Asif Abu ist. Kopfschüttelnick

Besonders gefällt mir das "Kopfschüttelnick"
AntwortenLöschen:o)))
Mir auch ;)
LöschenVigneshvara und Dorie - die Zerstörer der Hindernisse halten eindeutig ein Auge auf dich... ich bin so froh ♡ Danke für den spannenden und toll geschriebenen Reisebericht und die Fotos
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