Die Ankunft am Terminal 3 am Indira Gandhi Flughafen war die Ankündigung einer möglichen Gefahr. Ebola. Eine maskierte Frau verteilte grüne Zettel, auf denen man ankreuzen sollte, ob man selbst oder jemand im Familien- oder Freundeskreis Fieber gehabt habe in den letzten 7 Tagen. Ich war beinahe versucht "yes" anzukreuzen. Denn schließlich war mein Patenkind ja nun krank gewesen. Aber soviel Wahrheit, die die medizinische Sicherheit in Delhi kein Stück verbessern dafür aber für unötige Furore sorgen würde, wollte ich keinem zumuten. Also beherzt "no" ankreuzen und schon war ich "healthy enough for India".
Allerdings zunächst nicht schlau genug. Denn am Flughafen offerierte mir ein freundlicher Taxifahrer (nennen wir ihn mal Fritz), plus eines schweigsamen Fahrers, einen wirklich guten Lift nach Delhi. 500 Rupies liegen absolut in dem was mein Reiseführer empfahl. Also rein ins Taxi ohne gelbes Nummernschild und ohne Taxischild und ab nach Delhi ins - irgendwo. Denn er erzählte mir irgendwelche Geschichten von Festivals, die schon die ganze Zeit für Freude und Unterhaltung sorgten. Und von Unruhen zwischen Moslems und Hindus und das mein Hotel leider genau in der Mitte liegen würde. Er hoffe das wir es überhaupt erreichen können. Zwischendurch zeigte er Fotos von seinem tanzendem Sohn. Wahrscheinlich ein Wechselbalg aus dem Schosse Kalis, nachdem er sich mit ihr in einer unheiligen Nacht gepaart hatte. Dann, er hatte mir erfolgreich vorgegaukelt, dass der Weg zum Hotel wegen der Unruhen gesperrt sei, brachte er mich zu einem Tourist Office. Und dort kümmerte man sich rührend und sorgfältig um mich. So wie eine Spinne sich um eine Fliege kümmert, die in ihr Netz geflogen ist. Ein Weißer vermittelte mir ein Telefonat mit meinem Hotel. Das er nur zwei Zahlen tippte bemerkte ich zwar, aber maß dem keinerlei Bedeutung bei, da er was von "Vermittlung" redete. Ein Mann am anderen Ende bestätigte die Geschichte und beendete kurz angebunden das Gespräch. Mein Geld bekäme ich wieder. Und dann kam der Office Manager selber, der mehr Ahnung habe von der Hotelsuche wie mir der Weiße versicherte. Und dann versuchte der Mann mich auszufragen. Wohin es geht und wie lange ich bleibe. Das ganze mutete dann doch seltsam an und so verblieb ich im ungefähren, was ihn dazu animierte mir zu sagen, dass ich auf keinen Fall so ungeplant nach Indien reisen könne und wie ich bloß auf den Gedanken käme, das man von Kathmandu nach Dharamsala käme. Völlig unmöglich. Es endete wie es enden musste. Nachdem er einige Telefonate mit Hotels, oder war es irgendwer aus seiner zweifellos boshaften Familie, vermittelt hatte war klar das nichts frei ist oder schlicht zu teuer sein würde. Da kam ihm die rettende Idee. Er würde mir noch heute Nacht einen Lift nach Agra vermitteln. Dort könne ich in einem schönen Hotel wohnen und das Taj besuchen. Dann ginge es weiter nach Jaipur. Man, ich könne sogar auf einem Elefanten reiten, wenn ich das wolle. Nun ja, Ganesh schien seine Hand über mich und meine Reisekasse zu halten und Vishnu gab mir die Weisheit, an meinem Plan (Delhi, Varanasi) festzuhalten. Außerdem, und die mich kennen können das bestätigen, ich mache nie das was man mir sagt, wenn ich nicht will und wenn ich unter einem Eselskarren schlafen muss. Als der Manager dies auch spitz bekam, endete das Gespräch schnell und unterkühlt und ich fand mich im Fond meines Taxis wieder. Fritz könne mir aber ein gutes Hotel empfehlen. Sehr günstig und sauber. Nun ja, seltsamerweise waren alle anderen Hotels, die ich schnell im Inet herausgesucht hatte, in dem Bereich, der gesperrt sei. Also ging es ins Ashoka International. Fritz tat so als kenne er den Hotelmanager nicht und handelte noch einen guten Preis aus. So freundlich und wohlmeinend um mich besorgt, dass ich mich schon wieder, undankbar und misstrauisch wie es nun mal mein Wesen ist, von einem Spinnennetz umhüllt wähnte. Das Zimmer war okay, im vergleich zu dem was ich eigentlich gebucht hatte, ein dreckiges kleines Loch. Nachdem ich also eincheckte, sah ich noch mal aus dem Fenster. Fritz hätte darauf achten solle, dass ich kein Zimmer mit Blick auf dem Straße bekomme. Denn als das Taxi auch eine viertel Stunde immer noch da stand, begann ich zu googeln. Und siehe da, das was mir gerade passiert war beschrieben auch andere in Bezug auf das Ashoka. Der Rest ist schnell geschrieben. Ich rief im Broadway Hotel an und dort wunderte man sich, dass ich noch nicht da sei. Kein Problem, man würde mir ein Taxi schicken, es könne aber eine halbe Stunde dauern. Sachen packen und runter in die Empfangshalle. "Manager, we need to talk". Ich blieb kurz angebunden. Fritz sei ein kleiner Gauner, den er kennen würde. Ich will meine komplette Anzahlung wieder, sonst käme ich mit der Polizei zurück. Es muss wohl Eindruck gemacht haben, dass ich ihm die Wahrheit links und rechts um seine indischen Ohren haute, während Shiva die Vernichtung des wohlfeilen Plans zur Ausbeutung von arglosen Touristen beklatschte. Ein paar Minuten später fand ich mich in einem Taxi zur Asif Abu Rd wieder und nahm zwischendurch einen Anruf des Hotels entgegen ob alles in Ordnung sei. Mein Zimmer wartet bereits auf mich und hieß mich mit einer bunten Exzentrik willkommen, die ich bisher noch nirgendwo gesehen hatte und an die ich mich wohl immer erinnern werde. Mein erstes Gericht im Hotelrestaurant war dann, was sonst, ein warmes und würziges Dhal. Und während ich es aß und mich endlich willkommen fühlte, fasste ich einen Plan. Sollte ich jemals auf einem Elefanten reiten, werde ich mit diesem das Fritz Taxi zertrampeln und das "Tourist Office" verwüsten.
Allerdings zunächst nicht schlau genug. Denn am Flughafen offerierte mir ein freundlicher Taxifahrer (nennen wir ihn mal Fritz), plus eines schweigsamen Fahrers, einen wirklich guten Lift nach Delhi. 500 Rupies liegen absolut in dem was mein Reiseführer empfahl. Also rein ins Taxi ohne gelbes Nummernschild und ohne Taxischild und ab nach Delhi ins - irgendwo. Denn er erzählte mir irgendwelche Geschichten von Festivals, die schon die ganze Zeit für Freude und Unterhaltung sorgten. Und von Unruhen zwischen Moslems und Hindus und das mein Hotel leider genau in der Mitte liegen würde. Er hoffe das wir es überhaupt erreichen können. Zwischendurch zeigte er Fotos von seinem tanzendem Sohn. Wahrscheinlich ein Wechselbalg aus dem Schosse Kalis, nachdem er sich mit ihr in einer unheiligen Nacht gepaart hatte. Dann, er hatte mir erfolgreich vorgegaukelt, dass der Weg zum Hotel wegen der Unruhen gesperrt sei, brachte er mich zu einem Tourist Office. Und dort kümmerte man sich rührend und sorgfältig um mich. So wie eine Spinne sich um eine Fliege kümmert, die in ihr Netz geflogen ist. Ein Weißer vermittelte mir ein Telefonat mit meinem Hotel. Das er nur zwei Zahlen tippte bemerkte ich zwar, aber maß dem keinerlei Bedeutung bei, da er was von "Vermittlung" redete. Ein Mann am anderen Ende bestätigte die Geschichte und beendete kurz angebunden das Gespräch. Mein Geld bekäme ich wieder. Und dann kam der Office Manager selber, der mehr Ahnung habe von der Hotelsuche wie mir der Weiße versicherte. Und dann versuchte der Mann mich auszufragen. Wohin es geht und wie lange ich bleibe. Das ganze mutete dann doch seltsam an und so verblieb ich im ungefähren, was ihn dazu animierte mir zu sagen, dass ich auf keinen Fall so ungeplant nach Indien reisen könne und wie ich bloß auf den Gedanken käme, das man von Kathmandu nach Dharamsala käme. Völlig unmöglich. Es endete wie es enden musste. Nachdem er einige Telefonate mit Hotels, oder war es irgendwer aus seiner zweifellos boshaften Familie, vermittelt hatte war klar das nichts frei ist oder schlicht zu teuer sein würde. Da kam ihm die rettende Idee. Er würde mir noch heute Nacht einen Lift nach Agra vermitteln. Dort könne ich in einem schönen Hotel wohnen und das Taj besuchen. Dann ginge es weiter nach Jaipur. Man, ich könne sogar auf einem Elefanten reiten, wenn ich das wolle. Nun ja, Ganesh schien seine Hand über mich und meine Reisekasse zu halten und Vishnu gab mir die Weisheit, an meinem Plan (Delhi, Varanasi) festzuhalten. Außerdem, und die mich kennen können das bestätigen, ich mache nie das was man mir sagt, wenn ich nicht will und wenn ich unter einem Eselskarren schlafen muss. Als der Manager dies auch spitz bekam, endete das Gespräch schnell und unterkühlt und ich fand mich im Fond meines Taxis wieder. Fritz könne mir aber ein gutes Hotel empfehlen. Sehr günstig und sauber. Nun ja, seltsamerweise waren alle anderen Hotels, die ich schnell im Inet herausgesucht hatte, in dem Bereich, der gesperrt sei. Also ging es ins Ashoka International. Fritz tat so als kenne er den Hotelmanager nicht und handelte noch einen guten Preis aus. So freundlich und wohlmeinend um mich besorgt, dass ich mich schon wieder, undankbar und misstrauisch wie es nun mal mein Wesen ist, von einem Spinnennetz umhüllt wähnte. Das Zimmer war okay, im vergleich zu dem was ich eigentlich gebucht hatte, ein dreckiges kleines Loch. Nachdem ich also eincheckte, sah ich noch mal aus dem Fenster. Fritz hätte darauf achten solle, dass ich kein Zimmer mit Blick auf dem Straße bekomme. Denn als das Taxi auch eine viertel Stunde immer noch da stand, begann ich zu googeln. Und siehe da, das was mir gerade passiert war beschrieben auch andere in Bezug auf das Ashoka. Der Rest ist schnell geschrieben. Ich rief im Broadway Hotel an und dort wunderte man sich, dass ich noch nicht da sei. Kein Problem, man würde mir ein Taxi schicken, es könne aber eine halbe Stunde dauern. Sachen packen und runter in die Empfangshalle. "Manager, we need to talk". Ich blieb kurz angebunden. Fritz sei ein kleiner Gauner, den er kennen würde. Ich will meine komplette Anzahlung wieder, sonst käme ich mit der Polizei zurück. Es muss wohl Eindruck gemacht haben, dass ich ihm die Wahrheit links und rechts um seine indischen Ohren haute, während Shiva die Vernichtung des wohlfeilen Plans zur Ausbeutung von arglosen Touristen beklatschte. Ein paar Minuten später fand ich mich in einem Taxi zur Asif Abu Rd wieder und nahm zwischendurch einen Anruf des Hotels entgegen ob alles in Ordnung sei. Mein Zimmer wartet bereits auf mich und hieß mich mit einer bunten Exzentrik willkommen, die ich bisher noch nirgendwo gesehen hatte und an die ich mich wohl immer erinnern werde. Mein erstes Gericht im Hotelrestaurant war dann, was sonst, ein warmes und würziges Dhal. Und während ich es aß und mich endlich willkommen fühlte, fasste ich einen Plan. Sollte ich jemals auf einem Elefanten reiten, werde ich mit diesem das Fritz Taxi zertrampeln und das "Tourist Office" verwüsten.
Das nenne ich doch mal einen sehr guten Anfang!! ������
AntwortenLöschenKlingt voll und ganz nach einem spannenden Beginn einer tollen Reise. Dein Schreibstil tut sein übriges ;-)
AntwortenLöschenIch freue mich auf Neuigkeiten
Kommt mir bekannt vor. Sehr gut gebrüllt,Löwe.Und bitte Obacht, diese Schlitzohren findest du in den Städten immer wieder. Warte gespannt auf die nächsten Reisebericht. SUPER!!!
AntwortenLöschenSpannend!
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