Freitag, 28. November 2014

Eine paar Leichen und ein Lassi, bitte

Ich habe nichts dagegen von dem Muhen einer Kuh geweckt zu werden. In mir ist das Gefühl, das mal klar stellen zu müssen. Hier, an einem der heiligsten Orte Indiens. Wo Parvati einen Ohrring im Wasser verloren hat und Shiva ein Becken aushob, dass Wasser enfernte um ihn zu finden und jenes Becken dann mit seinem Schweiß wieder füllte. Als jemand, dessen Hygienevorstellungen im Westen Europas manifestiert wurden, sage ich nur: "Bah". Als indienreisender Backpacker kopfschüttelnick ich und sage "Für Shiva, hinein in die heiligen Fluten". Bildlich gesprochen. Denn ich würde es wahrscheinlich nicht überleben. Alles Mikroskopische (das Makroskopische bleibt besser unerwähnt) würde mit Freude feststellen, dass ich mich nicht wehren kann und sich auf mich stürzen. Und das wäre es dann gewesen. Mit mir, diesem Blog und so weiter. Ich glaube auch kaum das man dann einen Ghat nach meinem bakteriell und viral verursachten Dahinscheiden nach mir benennen würde, wie den Tulsi Ghat. Dort hatte sich im 16 Jahrhundert der Hindudichter Tulsi in die Fluten gestürzt. Schulzghat oder auch Zitronenghat. Hätte aber was.
Wie dem auch sei, die Kuh macht muh und ich machte mich auf den Weg hinunter zu den Ghats. Was folgte war zunächst  der übliche Blick auf das GPS, dass sich als überaus hilfreich entpuppt hat. Es fand selbst die Löcher in Mauern, und davon gibt es in indischen Mauern viele, durch die ich letztlich auf die Luxa Rd kam. Ich werde wahrscheinlich nie verstehen, warum die indischen Hauptstraßen lärmtechnisch im oberen Dezibelbereich angesiedelt sein müssen. Beziehungsweis, das sich der Lärm schichtet wie ein gefülltes Paratha. Das Grundgeräusch bilden die Motorräder und die Tuktus. Um im Straßenverkehr auch wirklich hörbar zu sein, werden sie wahrscheinlich werksseitig, neben unerträglichen Hupen, mit löchrigen Auspuffen ausgeliefert. Die nächste Schicht bilden die Autos. Davon gibt nicht so viele, aber sie haben Hupen, die so laut den Weg frei plärren, dass sie wahrscheinlich unter die Antifolterkonvention fallen. Dann folgen die Schellen der Radfahrer und der Fahrradrikschas. Vielleicht kommt der eine oder andere jetzt auf den Gedanken, dass die Fahrradschellen ja nun wirklich nicht so laut sein können. Die Masse machst es.  Und dann kommt einem ein "My Friend", oder "My Boat is there" oder "Haschisch, Opium" wie das Säuseln eines malariaverseuchten Moskitos vor, welches verstummt, wenn man es geflissentlich ignoriert. Das Geplärre, Geschelle und Geröhre zu ignorieren würde aber einmal nicht dazu führen das es verstummt und es wäre wahrscheinlich auch tödlich. Bisher. 










Zweiter Tag

Warum auch immer, ich schlief die Nacht schlecht und so machte ich mich erst gegen 13 Uhr auf den Weg, die Reise, das Abenteuer oder wie immer man den Gang in Richtung Ganga auch nennen mag. Mein erstes Ziel war ein Ghat, denn ich Shiva Ghat nannte, weil es dort einen kleinen Shiva Schrein gibt, an dessen Treppe ich bereits am ersten Tag gesessen hatte. Von dort hat man eine weiten Blick über den Ganges, der an dieser Stelle in einem weitem Bogen in den Süden fließt. 


Allerdings ist dies der Harishchandraghat und, wie ich finde, einer der ruhigsten Ghats, die ich bisher gesehen und erlebt habe. Das schmälert natürlich nicht die Vielfalt der anderen. Aber wenn man bedenkt, das mir die sechs Tage, die ich hier bin, wie ein paar Wochen vorkommen, ist ein ruhiges Plätzchen hin und wieder so wohltuend wie ein kühles Glas Wasser oder ein Bananenlassi aus dem Blue Lassi House



oder das göttliche Essen von Malika, der Gattin des Hausherrn des Homestay Harish. Das Homestay hat sich in jeder Hinsicht auch gute Wahl erwiesen. Es liegt in einer Seitengasse, durch die nur alle drei Minuten etwas Motorisiertes plärrt. Man wird, wie schon erwähnt, durch eine Kuh aber auch durch indischen Schlager geweckt. Hin und wieder singt ein fahrender Händler irgendwelche Weisen von weichkochenden Kartoffeln und der verdauungsfördernden Wirkung von Zwiebeln und Kohl. Aber sonst ist es wirklich ruhig hier. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll und vor allem indisch eingerichtet und Abends verzaubert ein Lampe mit einem Schirm aus buntem Glas den Balkon zu meinem Zimmer.



Neben Malika und Harish, leben in diesem Haus noch seine zwei Kinder und zwei Hausmädchen. Eines davon, sagte, als sie von Kathy aus Bristol gefragt wurde, wie alt sie ist, das sie es nicht wüsste, aber sie vermutet um die 18 Jahre. Natürlich unerheblich in einem Land, in dem es keine reguläre staatliche Rente gibt und natürlich auch unerheblich für das "danach" nach dem Ableben. In Indien werden die meisten Hindus verbrannt. Damit erübrigt sich auch die Frage, was denn auf dem Grabstein stehen soll. In Varanasi finden die Verbrennungen an zwei Orten statt. Der größte ist der Manikarnikaghat an dem 24 Stunden Leichen verbrannt werden. Wie nah für den Hindu Leben und Tod zusammenliegen wird nicht nur daran deutlich, dass die Verbrennungen öffentlich sind und Menschen wie ich zuschauen sollen. Auch nicht daran, dass sich sofort nach dem Eintreffen am Manikarnikaghat ein hilfsbereiter Inder sich einem annimmt - no money, only for Karma und am Schluss dann doch Geld für dieses oder jenes möchte. Es macht sich auch bemerkbar an der Tatsache, dass man in der Altstadt hinter dem Manikarnikaghat im Bluelassi sitzt, sein Bananenlassi genießt und und im 15 Minutenrythmus bunt verpackte Leichen mit einem rituellen Gesang vorbei getragen werden. Irgendwann, es soll nicht pietätslos klingen, sind es aber nur noch bunte Pakete, die von singenden Männern transportiert werden. 
Ich habe noch nicht ganz herausbekommen, was an diesem Ort eigentlich los ist. 

Mittwoch, 26. November 2014

Varanasi, erster Tag

Ich bin davon überzeugt, dass auch der heutige Tag einiges an Neuigkeiten bieten wird. Die erste ereilte mich, bzw mein Ohr, noch bevor ich die Augen geöffnet hatte. In Varanasi wird man nicht von einem energischen Hahnenschrei geweckt, sondern von dem auffordernden Muhen einer Kuh, die hier in D-61/16,Sidhgiri Bagh, ihr, vermutlich heiliges, Unwesen trieb. "Kopfschüttelnick"

Und hier ist der Kuhwecker:

Liegt da nach getaner Arbeit.

Montag, 24. November 2014

Einfach schwimmen

Eigentlich begann alles damit, dass ich im Ashoko International feststellen musste, dass der Stromadapter nicht nicht auf die indischen Stromdosen passt. Woher die Verkäuferin ihre Sicherheit im Satz "Das passt in jedem Fall" nahm, erschließt sich mir nicht nicht. Vielleicht einfach ein schlecht informiert, oder einen schlechten Tag gehabt oder Kali hatte wieder eine ihrer hundert Finger im Spiel gehabt. In jedem Fall brauchte ich einen neuen Adapter. 
Zunächst dachte ich, dass die Asif Abu Road nur eine Schnellstraße ist, mit ein paar Buchläden, einer Tankstelle für durstige Tuktuks und einem Kino für harmoniebedürftige Inder. Und drum herum nicht viel. Weit gefehlt. Ich fragte meinen ausgesprochen netten Hotelmanager, ob er wisse wo ich einen Adapter erwerben kann und mit der typischen indischen Leichtigkeit, erklärte er mir den Weg. Nur links und da ist der Elektroladen- unterstrichen mit dem typischen Kopfschüttelnicken, dass für alles zu stehe scheint was einfach ist und ja bedeutet. Meine leise Hoffnung, dass es wirklich so leicht sein würde, war natürlich nutzlos und nur eine Illusion, die sich rasch auflösen würde. Aber davon sprach ja bereits Buddha - alles nur eine Illusion.
Keine Ahnung ob er die Maharaja Ranjeet Singh Marg kannte, aber als ich in diese Strasse einbog, wurden diese zwei Illusionen in einer Hupkasakade, einem Tsunami an möglichen und unmöglichen Gerüchen und einem Meer an Menschen mitgerissen und aufgelöst. An der Asif Abu Rd ist nichts mehr und das wird einfach. 
Auf meiner Seite der Strasse bewegte sich ein Moloch, der den Namen Blechlawine auch verdient. Auf dem Bürgersteig, der diesen Namen nicht verdient, bewegt man sich tänzelnd von links nach rechts vor und weicht Menschen, Essen, Löchern und Motorrädern aus, die den Gehweg als Abkürzung benutzen. Darüber beschwert sich übrigens keiner, sondern ignoriert es. Und zwischen drin Geschäfte mit Musikinstrumenten, Gefrierschränken, die untervermeindlichen Handyläden und Strassenküchen. Manche mit ein paar Sitzgelegenheiten eine halbe Treppe nach oben in einem kleinen überfüllten Raum. Ich denke, wenn der Inder da isst... aber ich versuche die erst wenn ich länger hier bin. 
Ich schwamm also bis zum Ende der Road mit. Nicht ohne den einen und anderen Geschäftsmann mit meinem Besuch in staunen zu versetzen. Was will der weiße Mann auch mit einem Gefrierschrank. Natürlich hatte auf dieser Strasse niemand einen Adapter. Aber die meisten kannten das Geschäft wo es die gab, welches ich aber nicht fand. Nur die Strasse rauf und da ist es - "Kopfschüttelnicken". Die Strasse rauf fand sich immerhin eine deutsche Homöopathin, mit Adaptern gegen viele Gebrechen, aber für Strom? Nein. Also faste ich den verwegenen Plan, einfach mal drauf los zu schwimmen. Irgendwas aus "Findet Nemo" musste ich doch mitgenommen haben. Und so wechselte ich die Strassenseite. Der Blechmoloch schnappte ein paar mal nach mir, aber ich wich den Rädern, Kotflügeln und Lenkern gekonnt aus. Und diesmal schaute ich sogar instinktiv in die richtige Richtung. Geht doch. Von Indern den Straßenverkehr lernen, heißt überleben lernen. Auf der anderen Seite war es ruhiger. Mit ruhiger meine ich weniger Straßenverkehr und keine Motorräder, die auf dem Gehweg fahren. Aber eben auch keinen Adapter und so ging ich in einer der Seitenstrassen. Schön bunt und überschaubar. Was will der geneigte Backpacker mehr.





Um nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren hielt ich den Adapter wie einen Rettungsring in der Hand. Zu verlockend waren die Stände mit den frittierten Ringen, mit Früchten und Gemüse. Eine eine große Holzmaske mit irgendeiner Hindugottheit an einem Baumstamm. Aber wo wir bei Hindugottheit sind. Irgendeine hatte erbarmen mit dem kleinen Westeuropäer, der da verloren nach einem Adapter suchte, weil der, der ihm bei Saturn in Köln verkauft wurde, nicht passte. Und so hielt ich, auf einer etwas ruhigeren Strasse stehend vor eine HP Laden an. Davor standen ca 20 reparaturbedürftige, große Drucker herum und noch mehr wurden abgeladen. Ich hielt meinen Adapter nach oben und ein Inder winkte mich heran. Nach dem ich ihm über die Drucker hinweg das Plastikteil gegeben hatte, schaute er es sich interessiert an und dann -  Kopfschüttelnicken. Ich solle ihm folgen. Das war neu. Er wollte mir nicht den Weg zum Geschäft, dass ich nicht fand, zeigen sondern mich dorthin begleiten? Natürlich nicht. Er zeigte in eine dreckige, überdachte Gasse, die ich niemals betreten hätte. Aber warum nicht mal für einen Stromadapter was riskieren. Also rein da und den Adapter fest in der Hand. Nach ein paar Metern, saß dann ein Mann da, der wohl schon auf mich gewartet hatte. Und nein, er zückte kein Messer. Er riss sich nicht die Maske vom Gesicht und Fritz diabolische Grinsen beleckte mich an. Nein, Kopfschüttelnicken, er ging in das, was wir wohl als nach hinten bezeichnen würden und zauberte einen passenden Adapter hervor. Okay, das Ding war echt teuer, aber nach dem Weg war mir das die 0,79 Cent wert. Alles hat seinen Preis. 

Schön war, dass ich einen anderen Weg zurück nahm und dabei Häuser gesehen habe, die mal unglaublich schön gewesen sein müssen, aber heute leider verfallen. Alles ist nur eine Illusion.
Als ich dann wieder in der Asif Abu Rd ankam blickte ich in das erleichterte Gesicht eines weißen, jungen Mannes und das seiner Freundin, die wissen wollte wo das Delhi Gate ist. Ich schaute im Handy nach. Der Weg war einfach. Nur gerade aus und dann kommt es direkt an der nächsten Ecke. 
Später stellte ich dann fest, dass es das Tor an einer anderen Ecke der Asif Abu ist. Kopfschüttelnick








Delhi

Die Ankunft am Terminal 3 am Indira Gandhi Flughafen war die Ankündigung einer möglichen Gefahr. Ebola. Eine maskierte Frau verteilte grüne Zettel, auf denen man ankreuzen sollte, ob man selbst oder jemand im Familien- oder Freundeskreis Fieber gehabt habe in den letzten 7 Tagen. Ich war beinahe versucht "yes" anzukreuzen. Denn schließlich war mein Patenkind ja nun krank gewesen. Aber soviel Wahrheit, die die medizinische Sicherheit in Delhi kein Stück verbessern dafür aber für unötige Furore sorgen würde, wollte ich keinem zumuten. Also beherzt "no" ankreuzen und schon war ich "healthy enough for India". 
Allerdings zunächst nicht schlau genug. Denn am Flughafen offerierte mir ein freundlicher Taxifahrer (nennen wir ihn mal Fritz), plus eines schweigsamen Fahrers, einen wirklich guten Lift nach Delhi. 500 Rupies liegen absolut in dem was mein Reiseführer empfahl. Also rein ins Taxi ohne gelbes Nummernschild und ohne Taxischild und ab nach Delhi ins - irgendwo. Denn er erzählte mir irgendwelche Geschichten von Festivals, die schon die ganze Zeit für Freude und Unterhaltung sorgten. Und von Unruhen zwischen Moslems und Hindus und das mein Hotel leider genau in der Mitte liegen würde. Er hoffe das wir es überhaupt erreichen können. Zwischendurch zeigte er Fotos von seinem tanzendem Sohn. Wahrscheinlich ein Wechselbalg aus dem Schosse Kalis, nachdem er sich mit ihr in einer unheiligen Nacht gepaart hatte. Dann, er hatte mir erfolgreich vorgegaukelt, dass der Weg zum Hotel wegen der Unruhen gesperrt sei, brachte er mich zu einem Tourist Office. Und dort kümmerte man sich rührend und sorgfältig um mich. So wie eine Spinne sich um eine Fliege kümmert, die in ihr Netz geflogen ist. Ein Weißer vermittelte mir ein Telefonat mit meinem Hotel. Das er nur zwei Zahlen tippte bemerkte ich zwar, aber maß dem keinerlei Bedeutung bei, da er was von "Vermittlung" redete. Ein Mann am anderen Ende bestätigte die Geschichte und beendete kurz angebunden das Gespräch. Mein Geld bekäme ich wieder. Und dann kam der Office Manager selber, der mehr Ahnung habe von der Hotelsuche wie mir der Weiße versicherte. Und dann versuchte der Mann mich auszufragen. Wohin es geht und wie lange ich bleibe. Das ganze mutete dann doch seltsam an und so verblieb ich im ungefähren, was ihn dazu animierte mir zu sagen, dass ich auf keinen Fall so ungeplant nach Indien reisen könne und wie ich bloß auf den Gedanken käme, das man von Kathmandu nach Dharamsala käme. Völlig unmöglich. Es endete wie es enden musste. Nachdem er einige Telefonate mit Hotels, oder war es irgendwer aus seiner zweifellos boshaften Familie, vermittelt hatte war klar das nichts frei ist oder schlicht zu teuer sein würde. Da kam ihm die rettende Idee. Er würde mir noch heute Nacht einen Lift nach Agra vermitteln. Dort könne ich in einem schönen Hotel wohnen und das Taj besuchen. Dann ginge es weiter nach Jaipur. Man, ich könne sogar auf einem Elefanten reiten, wenn ich das wolle. Nun ja, Ganesh schien seine Hand über mich und meine Reisekasse zu halten und Vishnu gab mir die Weisheit, an meinem Plan (Delhi, Varanasi) festzuhalten. Außerdem, und die mich kennen können das bestätigen, ich mache nie das was man mir sagt, wenn ich nicht will und wenn ich unter einem Eselskarren schlafen muss. Als der Manager dies auch spitz bekam, endete das Gespräch schnell und unterkühlt und ich fand mich im Fond meines Taxis wieder. Fritz könne  mir aber ein gutes Hotel empfehlen. Sehr günstig und sauber. Nun ja, seltsamerweise waren alle anderen Hotels, die ich schnell im Inet herausgesucht hatte, in dem Bereich, der gesperrt sei. Also ging es ins Ashoka International. Fritz tat so als kenne er den Hotelmanager nicht und handelte noch einen guten Preis aus. So freundlich und wohlmeinend um mich besorgt, dass ich mich schon wieder, undankbar und misstrauisch wie es nun mal mein Wesen ist, von einem Spinnennetz umhüllt wähnte. Das Zimmer war okay, im vergleich zu dem was ich eigentlich gebucht hatte, ein dreckiges kleines Loch. Nachdem ich also eincheckte, sah ich noch mal aus dem Fenster. Fritz hätte darauf achten solle, dass ich kein Zimmer mit Blick auf dem Straße bekomme. Denn als das Taxi auch eine viertel Stunde immer noch da stand, begann ich zu googeln. Und siehe da, das was mir gerade passiert war beschrieben auch andere in Bezug auf das Ashoka. Der Rest ist schnell geschrieben. Ich rief im Broadway Hotel an und dort wunderte man sich, dass ich noch nicht da sei. Kein Problem, man würde mir ein Taxi schicken, es könne aber eine halbe Stunde dauern. Sachen packen und runter in die Empfangshalle. "Manager, we need to talk". Ich blieb kurz angebunden. Fritz sei ein kleiner Gauner, den er kennen würde. Ich will meine komplette Anzahlung wieder, sonst käme ich mit der Polizei zurück. Es muss wohl Eindruck gemacht haben, dass ich ihm die Wahrheit links und rechts um seine indischen Ohren haute, während Shiva die Vernichtung des wohlfeilen Plans zur Ausbeutung von arglosen Touristen beklatschte. Ein paar Minuten später fand ich mich in einem Taxi zur Asif Abu Rd wieder und nahm zwischendurch einen Anruf des Hotels entgegen ob alles in Ordnung sei. Mein Zimmer wartet bereits auf mich und hieß mich mit einer bunten Exzentrik willkommen, die ich bisher noch nirgendwo gesehen hatte und an die ich mich wohl immer erinnern werde. Mein erstes Gericht im Hotelrestaurant war dann, was sonst, ein warmes und würziges Dhal. Und während ich es aß und mich endlich willkommen fühlte, fasste ich einen Plan. Sollte ich jemals auf einem Elefanten reiten, werde ich mit diesem das Fritz Taxi zertrampeln und das "Tourist Office" verwüsten.

















 

Samstag, 22. November 2014

Dubai

hinter mir ein Inder mit dicker Lederjacke und um mich herum Baugeraeusche. Aber der indische Großvater gegenueber freut sich ein Foto seines strampelnden Enkels zu machen. Ein wilder Mix aus Fremdem und ich schwimme einfach mit. Macht Spass. :)

Mittwoch, 19. November 2014

Seltsame Stimmung

In Gedanken nicht mehr richtig hier, aber keiner fragt nach Bakschisch und wackelt eigentümlich mit dem Kopf, wenn er "ja" sagt.  Also bin ich wohl noch in Deutschland. Die Realitätskontrolle funktioniert also. ^^

Dienstag, 18. November 2014

Seit heute fast alles zusammen. Baumwollschlafsack mit Insektenschutz, Wenn es gegen Zecken, Mücken und sonstiges, nicht eingeladenes Viehzeug hilft ist alles gut. Daunenjacke ist ebenfalls gekommen und wenn ich mir das Foto vom Annapurna sehe ist sie auch bitter nötig.
Thorong La Pass (Nur mit Facebookaccount zu sehen)
Selbst das dritte Garmin Etrex30 funktioniert. Was mich ein wenig beruhigt. Und da ich mittlerweile auch eine detaillierte Indienkarte habe, sollte alles gut werden. In der Wüste Thar werde ich mich dann nicht verlaufen. ;)
Aller Voraussicht nach ist das also dann die Reiseroute: